Rodung in der hintern Pfeifferleitn

Im Sommer 2025 begann der Bergwiesnverein mit der Rodung der hinteren Pfeifferleitn im Grabnerwinkel. So wie in der gesamten Pfeifferleitn wurde auch auf dieser einstigen Wiese das hier wachsende Pfeiffengras im Herbst eingerecht und zur Einstreu in Ställen genutzt. Aufgrund ihrer Offenheit und ihrer guten Zugänglichkeit wurde diese Wiese leider in den 1980ern mit Fichten aufgeforstet. Auf dem Luftbild von 2024 lassen sich die früheren Grenzen der Wiese gut erkennen. Ökologisch ist die Renaturierung dieser Fläche besonders interessant, denn es handelt sich um eine von Buchen-Waldwiesen umgebene Wiese, auf der nur wenige Bäume vor der Aufforstung standen; die Fläche ist vollständig schattseitig und müsste völlig andere Arten beherbergen als die gegenüberliegenden südseitigen Hänge der Pfeifferleitn; auch ist die Fläche topographisch abwechslungsreich, teils flach, teils bis zu 60° steil, geprägt von lauter Molden, Rinnen und Riedeln, wodurch unzählige Mikrohabitate entstehen. Ihre Steilheit und Buckligkeit machten die Rodungsarbeiten zu einer echten Herausforderung. In Zukunft soll die Wiese mit Motormähern gemäht werden. Dafür wurden alle Äste auf Haufen zusammengerecht und alle Baumstümpfe mit Motorsägen abgeschnitten und später ins Tal gebracht – mühsame und zeitintensive Arbeiten.