Freiwilliges Umweltjahr

Du bist fertig mit der Schule, weißt aber noch nicht, was du nun machen willst, welchen weiteren Bildungsweg du beschreiten willst, wohin dich dein Leben führen soll? Du suchst nach einer Veränderung, einer neuen Herausforderung, einer bereichernden Erfahrung, die dein Leben und deine Sicht darauf prägen wird, du möchtest etwas völlig anderes als bisher machen? Du möchtest etwas über die einzigartigen Ökosysteme der oberösterreichischen Kalkalpen und teils vergessener Kulturtechniken wie Sensen und Heuen lernen sowie Fertigkeiten in der extensiven Landwirtschaft erwerben? Oder musst du einen Grundwehr- oder Zivildienst ableisten und suchst nach einer Einsatzstelle, in der dein Wirken einen direkt sichtbaren Nutzen, eine handfeste Verbesserung des ökologischen Zustands teils vernachlässigter Biodiversitätsjuwelen bringt? Dann könnte ein freiwilliges Umweltjahr die richtige Entscheidung für dich sein.

Seit 2022 bietet der Verein „Bergwiesn“ das Absolvieren eines freiwilligen Umweltjahres an. Dieses hat zum Ziel, einerseits der Einsatzstelle junge und tatkräftige Helferlinge zur Verfügung zu stellen und andererseits den Umweltpraktikanten die Möglichkeit zu geben, an Seite der Einsatzstelle einen Beitrag für Natur- und Artenschutz zu leisten und gleichzeitig prägende Erfahrungen zu machen sowie nützliche Kenntnisse zu erwerben. Dabei ist das freiwillige Umweltjahr beim Bergwiesnverein als Zivildienst anrechenbar. Da aber die mit Abstand meiste Arbeit im Sommer anfällt, dauert das freiwillige Umweltjahr beim Bergwiesnverein 12 Monate. Dabei beginnt es im September und endet mit Ende August. Eine Unterkunft steht für Umweltpraktikanten in Molln zur Verfügung. Von November bis März sind auch die Umweltpraktikanten des Nationalparks Kalkalpen beim Bergwiesnverein tätig.

Die Arbeiten sind saisonal sehr unterschiedlich. Im Sommer machen Mäh- und Heuarbeiten den Großteil der Arbeitszeit aus. Von Herbst bis Frühling stehen vor allem Schwend-, Stockfräs- und Aufräumarbeiten, bei denen Flächen von Ästen befreit werden, die sonst unsere Esel und Ziegen behindern würden, an. Im Sommer und in der Übergangszeit müssen Weiden auf-, um- und abgebaut werden. Bei schlechtem Wetter werden im Winter Vorbereitung auf das Wiedererwachen der Natur getroffen; dazu gehört etwa die Herstellung von Weidestielen und Bauholz aus eigenens geernteten Bäumen.

Mehr Informationen zum Freiwilligen Umweltjahr findest du hier. Hast du Fragen zum Arbeitsalltag, zum Wohnen im AV-Heim oder anderem, dann schreib uns Umweltpraktikanten doch eine Nachricht an bergwies.fragen@gmx.at!

Eindrücke und Berichte der Umweltpraktikanten der letzten Jahre: